Wie digitale Wächter Wasserverluste sichtbar machen
Wenn nachts das Wasser fließt und niemand es nutzt
In Trinkwassernetzen ist die Nacht eine stille Verbündete. Wenn der Verbrauch sinkt, schlägt die Stunde der Lecksuche. Denn ein konstanter Durchfluss in den Nachtstunden kann ein klares Zeichen sein: Irgendwo im Netz verliert das System Wasser. Und genau hier beginnt die Arbeit der Datenlogger. Unscheinbare, aber hochpräzise Geräte, die dabei helfen, versteckte Leckagen aufzuspüren, lange bevor sie sichtbar werden.
Was machen Datenlogger?
Vom Verdacht zur Gewissheit: Die Lecksuche beginnt
Sobald ein verdächtiger Durchfluss registriert ist, wird das Netz systematisch analysiert. Schrittweise schließen Wassermeister Teilabschnitte ab, um den betroffenen Bereich einzugrenzen. Je kleiner die Zone, desto gezielter kann die weitere Leckortung erfolgen.
Hier kommen oft auch Geräuschlogger wie der SmartEAR® ins Spiel. Diese Geräte „horchen“ auf verdächtige Rausch- oder Pfeifgeräusche im Leitungssystem, die Hinweise auf Druckverluste durch Undichtigkeiten geben können. Mehrere dieser Logger lassen sich kombinieren, um einen Ortungsschwerpunkt zu ermitteln.
Korrelation für präzise Ortung
Warum das Zusammenspiel zählt
Erfolgreiche Lecksuche ist heute keine Einzeldisziplin mehr. Datenlogger, Geräuschlogger, Korrelatoren und moderne Cloud-Plattformen arbeiten Hand in Hand:
- Datenlogger liefern die Hinweise.
- Geräuschlogger helfen bei der Eingrenzung.
- Korrelatoren orten das Leck.
- Die Plattform dokumentiert, archiviert und verknüpft alle Informationen.
So entsteht ein intelligentes Frühwarnsystem für die Wasserverteilung – vorausschauend statt reaktiv.
So holen Sie das Beste aus Ihrem Logger-Netzwerk
- Nachtruhe nutzen: Die aussagekräftigsten Durchflussdaten entstehen zwischen 2:00 und 4:00 Uhr morgens.
- Kleine Zonen definieren: Je feiner die Netzstruktur, desto leichter lassen sich Leckverluste orten.
- Daten regelmäßig auswerten: Stetige Beobachtung hilft, auch schleichende Schäden zu entdecken.
- Systeme kombinieren: Datenlogger und Korrelatoren liefern gemeinsam das zuverlässigste Bild.
In einer Zeit, in der Wasser zu einer strategischen Ressource wird, ist der präzise Umgang mit Verlusten Pflicht. Moderne Datenlogger machen Leckagen sichtbar, die sonst jahrelang unbemerkt geblieben wären. Zusammen mit Korrelation und akustischer Sensorik wird aus stummen Rohrleitungen ein System, das früh warnt, gezielt lenkt und Ressourcen schützt.
Möchten Sie mehr über smarte Lecksuche erfahren oder ein Monitoring-System aufbauen?
Wir beraten Sie gern – datenbasiert, praxisnah und zukunftsorientiert.