Von mehreren Wochen auf rund 3 Tage: Schnellere Leckortung durch permanente Netzüberwachung
Ein Praxisbeispiel aus Wrocław, Polen, zeigt, wie kontinuierliche akustische Überwachung Leckagen früher sichtbar macht, Reparaturzeiten verkürzt und dabei hilft, Wasserverluste nachhaltig zu reduzieren.
Erfolgreiche Leckortung in der Praxis – Wrocław setzt auf permanente Netzüberwachung
Mit rund 2.242 km Wasserleitungen und Hausanschlüssen stellt das weitläufige Trinkwassernetz von Wrocław hohe Anforderungen an eine effiziente Leckortung.
Durch die Kombination aus permanenter akustischer Überwachung und präziser Leckortung können potenzielle Schäden früher erkannt und Außendienstteams gezielter eingesetzt werden. Die durchschnittliche Zeit von der Leckerkennung bis zum Abschluss der Reparatur liegt heute bei rund drei Tagen. Seit 2023 wurden allein mit SmartEAR® 215 Leckagen erkannt.
Produkte im Einsatz
Die Ausgangssituation in Wrocław
Die Reduzierung von Wasserverlusten ist seit vielen Jahren ein wichtiges Ziel des Wasserversorgers. In den vergangenen 15 Jahren wurde kontinuierlich in DMA-Messungen, Leckortungs- und Diagnosetechnik, Telemetrie, Datenmanagement und Software investiert.
Eine besondere Herausforderung sind Netzbereiche, in denen die Einrichtung von District Metered Areas (DMAs) schwierig, nicht praktikabel oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Gesucht wurde daher eine Lösung, mit der auch diese Bereiche kontinuierlich überwacht und verdeckte Leckagen frühzeitig erkannt werden können.
Permanente akustische Überwachung des Netzes
Seit 2016 setzt der Wasserversorger Geräuschlogger ein. Die zunächst verwendeten GT-3 Logger werden seit 2023 schrittweise durch SmartEAR® ersetzt. Insgesamt wurden rund 3.000 Logger für die Netzüberwachung angeschafft.
Die Geräte überwachen die akustischen Bedingungen im Wassernetz und liefern Hinweise auf mögliche Leckagen. So können Teams gezielt in verdächtigen Bereichen eingesetzt werden. Anfängliche Bedenken hinsichtlich Fehlalarmen und Kommunikationsproblemen konnten weitgehend ausgeräumt werden. NB-IoT sorgt dabei für eine zuverlässige Kommunikation mit den Geräten.
Für die präzise Ortung vor Ort kommen Correlux C-3 Korrelatoren zum Einsatz. Seit 2025 werden zudem SmartEAR®+ eH und SmartEAR®+ eC in einem Pilotprojekt zur permanenten Überwachung von Transportleitungen eingesetzt, das Leckortung und kontinuierliche Drucküberwachung kombiniert.
Von mehreren Wochen auf rund 3 Tage
Früher dauerte es oft mehrere Wochen, bis eine Leckage lokalisiert und der Reparaturprozess abgeschlossen war. Heute vergehen von der Leckerkennung bis zum Abschluss der Reparatur durchschnittlich nur noch rund drei Tage.
Seit der Einführung von SmartEAR® im Jahr 2023 wurden 215 Leckagen erkannt – durchschnittlich rund 100 pro Jahr. Über alle eingesetzten Technologien und Methoden hinweg werden jährlich etwa 260 Leckagen identifiziert.
Zahlen & Fakten
~ 0
GT-3 und SmartEAR® Geräuschlogger im Netz
0 Leckagen
seit 2023 mit SmartEAR® erkannt
~ 0 Leckagen / Jahr
durchschnittlich mit SmartEAR® erkannt
~ 0 Tage
Leckerkennung > Reparatur
0 %
Wasserverlustquote im Jahr 2025
0 km
Gesamtlänge des Trinkwassernetzes inklusive Hausanschlüsse
POSEYEDON® als zentrale Plattform
Für die tägliche Überwachung nutzt der Wasserversorger POSEYEDON®. Die Plattform ermöglicht detaillierte Analysen und Berichte sowie die Kontrolle von Alarmen und Gerätestatus.
POSEYEDON® wird als intuitiv und einfach zu bedienen bewertet. Erfahrungen aus dem täglichen Einsatz fließen zugleich in die Weiterentwicklung ein, beispielsweise bei Geräte- und Standortberichten sowie der Übersicht inaktiver Geräte.
Was sich im Alltag verändert hat
Durch die permanente akustische Überwachung hat sich die Leckortung von einem überwiegend reaktiven zu einem zunehmend proaktiven Prozess entwickelt. Potenzielle Leckagen werden früher erkannt, Einsätze gezielter geplant und Reparaturen schneller durchgeführt. Gleichzeitig können auch Netzbereiche überwacht werden, in denen eine DMA-Lösung nicht wirtschaftlich oder praktikabel wäre.
Der Wasserversorger geht davon aus, dass sich die Investition bereits amortisiert hat – insbesondere durch geringere Wasserverluste, schnellere Leckortung und den effizienteren Einsatz der Außendienstteams.
Ein erfolgreicher Praxisnachweis
Für den Wasserversorger ist das Projekt heute ein wichtiger Bestandteil seiner Strategie zur Reduzierung von Wasserverlusten und zur Verbesserung der Zuverlässigkeit des Versorgungsnetzes.
Auch die Zusammenarbeit mit SebaKMT wird positiv bewertet. Besonders hervorgehoben werden der professionelle technische Support, die zuverlässigen Geräte und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Lösungen.